Alpenschutzverein

Radweg Bregenzerachtal – eine Stimme aus dem Bregenzerwald

Artikel aus der Bregenzerwälder Zeitung vom 5. April 2012

Wenn auch schon einige Jahre her, ist dieser Artikel nach wie vor brandaktuell:

Achtalweg und 9 Bäume Bildhauersymposium „9 bäume 12“ „9 Bäume 12“ ist  die dritte Fortsetzung des Bildhauersymposiums „9 Bäume“ aus den Jahren 2004, 2007 + 2009. Infos und Bilder gibt es dazu unter www.9baeume.at. Es findet vom 6. bis 9. August in Langenegg statt. Es wer den KünstlerInnen  eingeladen und sie arbeiten und leben gemeinsam 4 Tage lang vor Ort. Jede/r KünstlerIn bekommt einen Baum (Tanne oder Fichte). Für die Gestaltung und die Bearbeitungsart gibt es keine Einschränkungen. Der Ausstellungsort  entlang der Wälderbahntrasse – Bahnhof Langenegg bis Bahnhof Lingenau – kann in Absprache mit den anderen KünstlerInnen und dem Organisationsteam selbst gewählt werden. Die Skulpturen sollen vor Ort bis zu ihren „natürlichen Ende“ stehen bleiben.
Der Titel dieser Ausstellung mahnt an “9 Bäume vor 12” – so spät ist es schon,  wenn es um die Achtaltrasse und den drohenden Ausbau zu einem Familienrundweg geht. Da gilt es aber mehr als 9 Bäume zu schützen. Das Achtal ist schon bis über Doren herein Natura-2000-Gebiet, für das laut EU-Recht ein Verschlechterungsverbot gilt. Dieser Radweg macht als Familienrund-Radweg einfach keinen Sinn und bis nach Bregenz darf (EU-Naturschutzrecht) und kann (Kosten jenseits der Vernunft) dieser Radweg nicht verlängert werden. Das wurde auch so vom Regio-Obmann Anton Wirth und von LR Schwärler bei einem VN-Stammtisch in Langenegg im November so klar festgelegt.
Dass im letzen Gemeindeblatt unter “Egg” zu lesen war, dass die  Geschäftsführerin Daniela Kohler eine solche Vision in den Raum stellt, verwundert allerdings. Da stellen sich dann mehrere Fragen. Weiß die Regio intern nicht, was sie will? Will sie mit solchen Aussagen Kritiker, und die gibt es nicht nur mit einer eigenen Unterschriftenaktion, mundtot machen? Oder ist es gar ernstgemeint und wir können uns wirklich nicht mehr auf das Wort unserer Politiker verlassen?
Auf jeden Fall hat die Regio hier wieder Infobedarf und auch ein  Glaubwürdigkeitsproblem. Die Politik hat in letzter Zeit schon viel Vertrauen verspielt. Und bei uns im Wald? “Wia wit hät as bi üs scho abargschneit?”

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