Moorschutz ist Klimaschutz
Nasswiesen, Tümpel kleine Moore sind ein wichtiger Lebensraum für viele geschützte Pflanzen und Tiere. In den vergangenen Jahren sind viele dieser Lebensräume vom Menschen zerstört worden. Gut ersichtlich an den unter Schutz stehenden Amphibien. Schon mehrere Jahre betreut der AlpenSchutzVerein mit vielen Freiwilligen aus der Zivilgesellschaft 4 Amphibienzugstellen in Dornbirn. Darum wissen wir auch,von was wir reden.
Oberste Priorität in Dornbirn hat das Erstellen von neuen Amphibiengewässer, da die früheren entweder wegen der eingebrachten Goldfische, oder aber weil sie für andere Nutzungen einfach verschwunden sind. Teiche wurden zugeschüttet, Häuser und Parkplätze sind an ihre Stelle getreten, usw.
Was macht die schwarz-blaue Landesregierung mit ihrem Hausverstand? Sie lockert einfach den Schutz von kleinen Mooren und fördert damit das leise Sterben der Amphibien. Sind die noch zu retten? Im Leserbrief könnt ihr die Meinung unseres 2. Vorsitzenden, Kurt Zucalli lesen.
Leserbrief in den VN:
Moorschutz ist Klimaschutz
Bei landwirtschaftlich genutzten Mooren (z. B. Streuwiesen) und Magerwiesen, sollen Veränderungen (z. B. Kulturumwandlungen, Geländeveränderungen, Entwässerungen und Aufforstungen) erst ab einer Größe von 500 m2 bewilligungspflichtig werden. Bisher waren diese Veränderungen ab einer Größe von 100 m2 bewilligungspflichtig. Wenn künftig Moore und Magerwiesen, die kleiner als 500 m2 sind, bewilligungsfrei entwässert und intensiviert werden dürfen, ist zu befürchten, dass viele davon unwiederbringlich zerstört werden. Wie lässt sich das mit dem größten Moorprojekt Österreichs mit dem Titel “LIFE AMooRe – Austrian Moore Restoration” vereinbaren? Oder mit der Moorstrategie Österreich 2030+? Die Projektleitung hat das Amt der Vorarlberger Landesregierung – Abteilung Umwelt- und Klimaschutz. Und gleichzeitig will dieselbe Landesregierung einen Kahlschlag im Naturschutz herbeiführen.
Kurt Zucalli, Dornbirn