„Und ewig grüßt das Murmeltier“. Mit hartnäckiger Regelmäßigkeit meldet sich Alt-Bgm. Helmut Leite aus Schwarzach in der Leserbrief-Rubrik der VN zum Thema Radweg durch das schöne NATURA2000-Gebiet Bregenzerachtal. Genauso regelmäßig müssen wir natürlich unsere Argumente dagegen in die Öffentlichkeit tragen, damit in dieser Diskussion immer beide Seiten zu Wort kommen.
Wer diese Trasse einmal zu Fuß erkundet hat und nur einen Funken für die Naturreste in unserem Land übrig hat,
der kann sich in dem wunderbaren Gebiet den Rummel einer Radautobahn nicht vorstellen.
Leserbrief für die VN:
Lückenschluss?
Mit großer Beharrlichkeit fordert Alt-Bgm. Leite den Radweg-Ausbau von Bozenau nach Kennelbach. (VN 10.06. 26) Die Argumente die gegen diesen Ausbau sprechen, finden bei Hrn. Leite offenbar kein Gehör. Man kann sie deshalb nur wiederholen. Es handelt sich bei dieser Strecke um ein ökologisch wertvolles, Natura- 2000- Europaschutzgebiet. Ein so gravierender Eingriff wäre auch sinnwidrig gegenüber der EU-Wiederherstellungsverordnung. Das naturschutzrechtliche Gutachten von Prof. Bußjäger und Prof. Ennöckl gaben dem Ausbau als Radweg kaum Chancen. Der Ausbau in dem geologisch äußerst schwierigen Gebiet, wäre nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand und sehr hohen Kosten möglich. Wie das dann aussehen würde, mit Schutzgittern Mauern und Zäunen möchte man sich gar nicht vorstellen. Ein solcher Radweg würde beworben und damit neben den heimischen Radfahrern eine Sogwirkung aus dem Deutschen und Schweizer Raum verursachen. Man braucht keine große Fantasie um sich vorzustellen, wie sich das auf die sensiblen Gebiete an der Ach auswirken würde. Auch mit einem entspannten Gehen auf diesem Weg wäre es dann vorbei. Ausnahmsweise kann man die politische Entscheidung zur Erhaltung eines gesicherten Fußweges als gute Entscheidung auch einmal loben. Es sind in der Vergangenheit leider schon zu viele qualitätsvolle Wanderwege unter die Räder gekommen.
Franz Ströhle, AlpenSchutzVerein für Vorarlberg, Dornbirn





