2026-02-05
Dass wir vom AlpenSchutzVerein gegen die sinnlosen und teuren Feuerwerke am Funkensonntag, aber auch bei anderen traditionellen Anlässen ankämpfen, ist sicher schon allen bekannt. Wir wollen in diesem Diskurs nicht nur kritisieren, sondern vor allem positive Beispiele vor den Vorhang holen. Vielleicht animiert dies andere Organisationen, sich auch intensiv mit dieser Materie auseinanderzusetzen und dem Trend weg vom Feuerwerk zu folgen.
Leserbrief in den VN:
Kein Feuerwerk
Die neuen Akzente beim traditionellen Schaaner-Ried-Fahren in Frastanz kann man nur begrüßen. Das Anliegen von Herrn Payer und seinem Team, wieder zum Kern des Brauchtums und zu einer zeitgemäßen Veranstaltung ohne Feuerwerk zurückzukehren zeigt, dass hier Leute am Werk sind, die Ihr tun reflektieren und verantwortungsvoll handeln. Auch manche Funkenzunft hat die Zeichen der Zeit erkannt und besinnt sich wieder auf ein Brauchtum, das sozial und ökologisch verträglich ist. Dazu gehört weder das schändliche Hexen verbrennen, noch schädliche Pyrotechnik, noch das Angeben wer den „Größten“ hat. Leider gibt es noch zu viele Zünfte, die keinerlei Einsicht zeigen. In der Homepage der Funkenzunft „Stierle“ Innerbraz wird lang und breit bis zu Sicherheitsaspekten erklärt, weshalb der Funkenplatz gewechselt wird. Kein Wort davon, dass der eigentliche Grund darin liegt, weiter ein Klangfeuerwerk der Kategorie vier abfackeln zu können. Wenn man einen Pyrotechnikhändler zum Obmann dieser Funkenzunft macht, ist diese „Tradition“ natürlich selbsterklärend. Ein Jubiläum wie es die Brazer Funkenzunft feiert, könnte auch Anlass sein, die bisherige Praxis zu hinterfragen um wieder zu dem Brauchtum zu finden, das so gern beschworen wird. Das Wohl der Haus und Wildtiere und eine giftfreie Atemluft sollten Grund genug sein, ernsthaft darüber nachzudenken.
Franz Ströhle, AlpenSchutzVerein für Vorarlberg, Dornbirn