Alpenschutzverein

aktuelles UVP-Verfahren zur Tunnelspinne

2026-02-16

Derzeit läuft ein UVP Verfahren zum Thema „Optimierter Bauablauf für Vollinbetriebnahme 2030″ für den Stadttunnel (Monstertunnel) in Feldkirch. Der Bauablauf für den Bau des Stadttunnel soll geändert (optimiert) werden. Die Änderungen sind:

  • Änderung der Vortriebsrichtung des Haupttunnels Tosters
  • Änderung der Vortriebsrichtung des Erkundungsstollen / Fluchtstollen Tosters
  • Änderung der Massenverfuhr des Haupttunnels Tosters (E-LKW statt Bahnverfuhr)
  • Änderung der Massenverfuhr des Fluchtstollens Tosters (E-LKW statt Diesel-LKW)
  • Adaptierung der Betriebsstation Tosters
  • Entfall einer nicht mehr erforderlichen temporären Gewässerschutzanlage inkl. Sammelbecken
  • Verzicht auf dingliche Rechte / Reduktion dinglicher Rechte
  • Änderung der Fundierung: Errichtung einer Bohrpfahlwand statt einer Ankerwand

Darum braucht es ein weiteres UVP Verfahren. Derweil darf nach dem altem Konzept weiter gebaut werden. Auf der Webseite zu diesem Bauprojekt findet man den bisherigen UVP Bescheid aus dem Jahre 2015, weitere Dokumente und die Einreichunterlagen zu den Veränderungen: >>Downloads

Besonders interessant ist der >>Technische Bericht Verkehr mit einer überarbeiteten Verkehrsprognose für das Jahr 2030. Da soll dann der Vollausbau mit allen Tunnelästen in Betrieb gehen.

Verkehrsprognosen sind mittlerweile also schwierig. Die Verkehrs-Ingenieure rechnen im Nullplanfall (d.h. es wird kein Tunnel gebaut) auf der A14 im Ambergtunnel mit 35.500 Fahrzeugen pro Tag im Jahr 2030 (siehe die Seite 20 ihres Berichtes). Man sieht im Diagramm auch, wo wir 2030 wären, wenn der Trend bis 2019 weiter angehalten hätte. Gestoppt hat diesen Trend nicht die Mobilitätswende sondern ein Virus und zuletzt das eingebrochene Wirtschaftswachstum.

Ihre Berechnungen zeigen aber auch, wie Straßenbauten den Verkehr insgesamt erhöhen. Baut man keinen Tunnel, dann passieren im Jahre 2030 die Bärenkreuzung täglich 38.360 Fahrzeuge. Mit dem Tunnel sind es dann 29.785 Fahrzeuge, eine Reduktion von 22%. Zusätzlich passieren dann aber täglich 21.625 Fz den Kreisel im Tunnel. Um abzuschätzen, wie sich der Verkehrsdruck auf das Stadtgebiet insgesamt ändert, könnt ihr auf der Website der Verkehrswende stöbern und weitere Datails einsehen. Vielen Dank an Karl-Heinz Zeiner für seine akribische Analyse.
>>Mobilitätswende

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